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INCI  Führer der Risikosubstanzen
INCI Führer der guten Substanzen
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LIM´s INCI FÜHRER DER RISIKOSUBSTANZEN
IN KONVENTIONELLEN & NATÜRLICHEN HAARPFLEGE- & STYLINGPRODUKTEN




Zum Schutz des Verbrauchers sieht der europäische Gesetzgeber die Deklaration der Inhaltsstoffe auf den Verpackung von Kosmetika vor - unter dem Kürzel INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) finden sich sämtliche Inhaltsstoffe / Substanzen eines Produkts.

Dies tut zwar dem Gesetz genüge, bietet dem Konsumenten allerdings nur einen "weichgespülten" Anknüpfungspunkt, um sich eigenständig über die toxischen & karzinogenen Komponenten eines Produktes zu informieren – leider mit der Schwierigkeit besetzt, daß die Mehrzahl der Endverbraucher die INCI Fachbegriffe nicht eindeutig und verständlich übersetzen kann …

Die folgende Übersicht über Risikosubstanzen soll Ihnen die Bewertung und Auswahl Ihrer individuellen Pflege- und Stylingprodukte erleichtern!


RISIKOSUBSTANZEN IN KONVENTIONELLEN & NATÜRLICHEN HAARPFLEGE UND KOSMETIKPRODUKTEN

A KONSERVIERUNGSMITTEL

A1 Parabene
Para – Hydroxy - Benzoesäureester (PHB-Ester)

sind speziell gegen Hefen und Schimmelpilze, etwas schwächer gegen Bakterien wirksam.

Parabene sind in 80-99% aller Kosmetika enthalten. Häufig sind sie Auslöser von Kontaktallergien. Sie beeinflussen den Hormonhaushalts (pro-östrogen) und werden wird dadurch in Verbindung mit Brustkrebs gebracht.
  • Butyl Paraben
  • Ethyl Paraben
  • Methyl Paraben
  • Propyl Paraben
  • Isobutyl Paraben
  • Isopropyl Paraben


A2 Formaldehyd Abspalter

sind Verbindungen, die bei längerem Kontakt mit Wasser konservierendes Formaldehyd freisetzen.

Formaldehyd ist eine hochreaktive Chemikalie mit einem besonders breitem antimikrobiellen Wirkungsspektrum, d.h. Sie vernichten Pilze, Keime, Sporen und Viren.

Formaldehyd ist hochgradig zellschädigend, krebserregend und belastet das Immunsystem.

  • 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol
  • Diazolidinyl Urea
  • DMDM Hydantoin
  • Imidazolidinyl Urea
  • Methenamine
  • Polyoxymethylene Urea
  • Quaternium -15
  • Sodium Hydroxymethyl Glycinate


A3 Halogen

Antimikrobielle Kosmetikbestandteile auf Halogenbasis, erkennbar an den Wortbestandteilen Chloro, Fluoro, Bromo, Iodo (nicht zu verwechseln mit Chlorid, Bromid, Fluorid, Iodid – diese sind als Salzbestandteile unschädlich). Allgemein sind Halogene gesundheitsgefährdend da äußerst reaktiv, toxisch und zellschädigend.

Halogene haben ein hohes Allergiepotenzial, sind Eiweiß- und erbgutverändernd, können ins Gewebe eindringen, sich dort anlagern, Gewebe zersetzen, ernsthafte Schädigungen hervorrufen und krebserregende Nitrosamine bilden.
  • -chloro-
  • -fluoro-
  • -bromo-
  • -iodo-
z.B. Methylchloroisothiazolinone, Methyldibromo Glutaronitrile


A4 Phenoxyethanol

Konservierungsmittel mit bakterizider Wirkung. Kann Kontaktallergien auslösen.



B ÖLE

B1 Paraffine / Mineralöle


Kosmetik aus der Raffinerie
Paraffine und Mineralöle, die gängigen Mineralölderivate, die in konventioneller Kosmetik enthalten sind, werden durch Destillation in Erdölraffinerien gewonnen. Geringe Herstellungskosten und lange Haltbarkeit machen die Derivate zu begehrten Puffer- + Füllstoffend der Kosmetikindustrie.

Vom Standpunkt der Hautgesundheit sind Paraffine und Mineralöle jedoch als wertlos bis störend zu bewerten. Die langkettigen gesättigten Kohlenwasserstoffe können kaum in die Haut eindringen, werden nur sehr schlecht verstoffwechselt und abgebaut.

Bei regelmäßiger Anwendung bilden sie einen undurchlässigen Film auf der Haut (Okklusiveffekt). Die hauteigene Lipidbarriere wird zurückgedrängt, Feuchtigkeitsverlust und das ständige Bedürfnis nachzufetten (Lippenfettstift Effekt) sind die Folge. Die Haut wird inaktiv und trocken, Haarausfall kann die Folge sein.

Für medizinische Anwendungen mag der Einsatz filmbildender Öle kurzzeitig erwünscht sein. Pflegende Wirkung entfalten Mineralöle nicht.
  • Petrolatum
  • Paraffinum Liquidum
  • Paraffin
  • Cera Microcristallina etc.


B2 Silikonöle

werden synthetisch in aufwendigen, energieintensiven und umweltbelastenden Verfahren (Chlorchemie) hergestellt und kommen in der Natur nicht vor.

Silikone haben ein hohes Spreit / Schmier – vermögen; sie bringen bei ersten Anwendungen viel Glanz ohne stark zu beschweren, die Haare fühlen sich "gepflegt" an.

Bei jeder weiteren Anwendung lagern sich mehr und mehr Silikone am Haar an, der "build up Effekt" setzt ein, das Haar wird schwer und stumpf.

Silkone bilden einen luftdichten Film um die Haare, dies stört ihren Feuchtigkeitshaushalt, in der Folge wird das Haar trocken und brüchig.

Ebenso werden die natürlichen Kopfhautfunktionen, ähnlich wie bei Paraffinölen, unterbunden. Folge: die Haut wird trocken, schuppig, Haarausfall kann die Folge sein.
  • -cone, z.B. Cycl dimethicone
  • -methiconol
  • -siloxane



C LÖSUNGSMITTEL / WEICHMACHER

C1 Glykole


Glykole können Kontaktekzeme verursachen und werden mit Depressionen in Verbindung gebracht.
  • INCI: Glycol z.B. Propylene Glycol, Butylene Glycol


C2 Vergällter Alkohol

ist unversteuerter, mit chemischen Zusätzen versehener und deshalb ungeniessbarer billiger Nutzalkohol.
  • INCI: Alcohol denat


C3 Ether / Haarsprays

Petrochemisch hergestelltes, leicht flüchtiges Lösungsmittel. Ether wirkt narkotisierend und reizt die Bronchialschleimhaut.
  • INCI: Ether



D TENSIDE (waschaktive Substanzen) & EMULGATOREN

verbinden Wasser und Fett miteinander, wodurch zum einen eine Reinigungswirkung erreicht wird, zum anderen eine kosmetische Emulsion.


D1 Produktstabilität

Synthetische Emulgatoren erleichtern die Verarbeitung und begünstigen die Stabilität konventioneller Produkte.


D2 Polyethylenglykol (PEGs) / Polypropylenglycol (PPGs)

PEGs und PPGs sind in konventionellen Kosmetika nicht nur wegen ihrer hautirritierenden Eigenschaften umstritten, sondern auch, weil sie auf Basis giftiger, krebserregender und erdölbasierter Ausgangsstoffe (Ethylenoxid, Propylenoxid) hergestellt werden.

Diese können 1,4-Dioxan (Kampfgas) bilden, welches ein starkes Kanzerogen ist und als Rückstand in diesen Produkten enthalten sein kann. PEGs und PPGs machen die Haut durchlässig, dadurch können Schadstoffe leicht & schnell in den Körper eingeschleust werden.
  • Endung -eth (z.B. Sodium Laureth Sulfate)
  • PEG
  • PPG
  • Polysorbate


D3 Mono-Ethanol-Amine(MEA)
      Dimethanol-Amine(DEA)
      Mono-Iso-Propanol-Amine(MIPA)


Bei allen Verbindungen mit DEA, in geringerem Maß bei MEA und MIPA, besteht die Gefahr, dass sich über freie Amine mit Nitroverbindungen krebserregende Nitrosamine bilden können.
  • Zusatz MEA, DEA oder MIPA


D4 Sulfate

Stark entfettende Gruppe von Tensiden, stark schäumend, wenig mild.
  • Sodium Laureth Sulfate Sodium Lauryl Sulfate
  • Ammonium Lauryl Sulfate
  • Sodium Coco Sulfate



E POLYMERE / Stylingprodukte

Moderne Stylingprodukte enthalten fast ausschließlich synthetische Polymere als Filmbildner und Festiger Substanzen.

Diese basieren auf Erdöl als Rohstoff und werden chemisch industriell synthetisiert.

Sie können von der Haut nicht aufgenommen werden und bilden einen dichten Film auf Haar und Kopfhaut – Okklusiveffekt (ähnlich wie bei Paraffinölen).

Sie pflegen das Haar nicht und können bei regelmäßiger Anwendung das Haar brüchig machen. Durch die verschlechterte Hautatmung kann es zu Haarausfall kommen.
  • Acrylate
  • Acrylamide
  • PVP / VA
  • Vinyl
  • Carbomere



F KÄMMBARKEITSHILFEN & ANTISTATIKA

Kämmbarkeitshilfen und Antistatika werden meist in Conditionern und Kuren, zum Teil in Shampoos und Stylingprodukten eingesetzt.

Eine wichtige Stoffgruppe sind hierbei quaternäre Ammoniumverbindungen (Quats).

Man unterscheidet kurzkettige (synthetische) und aus (natürlichen) Polymeren gewonnene Verbindungen.

Erstere sind stark hautreizend und sehr schlecht biologisch abbaubar (Biozide).


F1 Synthetische Quats

Synthetische Quats wirken auch als Konservierungsmittel: gehören zu den Zell- und Fermentgiften, sie wirken an den Zellmembranen und stören den Zellstoffwechsel.
  • Quaternium-x
  • Cetyltrimonium Chlorid/Bromid
  • Cetrimonium Chlorid/Bromid
  • Benzalkonium Chlorid
  • Myristalkonium Chloride
  • Stearalkonium Chloride


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